Waldeckische Jägerschaft Korbach e.V.
 

Presse

Schonzeit muss beachtet werden

Für bundesweites Aufsehen gesorgt hat Ende April das Foto, das ein Twistetaler Naturfotograf durch Zufall geschossen hat. Es zeigt einen Fuchs, der mitten in der Schonzeit von einem Jäger niedergestreckt wird. Nach mehreren Strafanzeigen ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Jagdgesetz.

Die Vorsitzende des Waldeckischen Jägerschaft, Sandra Bergmann aus Twistetal, stellt dazu fest, dass sie sich nicht in ein laufendes Ermittlungsverfahren einmischen wolle. Unabhängig vom konkreten Fall aber gelte: „Wir akzeptieren und dulden keine Schonzeitvergehen und werden handeln, wenn sich herausstellt, dass ein Jäger aus unseren Reihen sich nicht an Recht und Gesetz gehalten hat.“

Allerdings müsse Kritik an der geltenden Schonzeitregelung in Hessen erlaubt sein. Im Fall der Waschbären etwa habe auch die Europäische Union festgestellt, dass es sich um Neozoen handele, die nicht in Europa heimisch seien und auch keine Fressfeinde hätten. Es sei daher nicht einzusehen, warum in Hessen von März bis August keine Waschbären gejagt werden könnten, selbst wenn diese wie im Landkreis Kassel zu einer echten Plage geworden seien.

Dabei sei es auch in der Jägerschaft unstrittig, dass keine Elterntiere geschossen werden dürften. Es sei aber sinnvoll, Jungtiere zu schießen, um die Population nicht noch größer werden zu lassen.

Ähnlich die Lage bei den Füchsen. Sie selber möge auch den Anblick der schönen Tiere, so die Vorsitzende der Waldeckischen Jägerschaft. Aber auch Füchse hätten in hessischen Wäldern keine Fressfeinde und stellten eine Bedrohung für viele heimische Vogelarten dar, deren Nester gerne von Füchsen geplündert würden. 

Wenn man also wolle, dass seltene Vogelarten in Hessen eine Chance hätten, dann müsse die Population von Füchsen klein gehalten werden. Bergmann: „In ganz Deutschland kann ich Jungfüchse jagen, nur in Hessen ist das von März bis August verboten.“

Unabhängig davon, was sinnvoll sei und was nicht, gelte natürlich, dass Gesetze und Verordnungen einzuhalten seien. Daher stellte Sandra Bergmann als Vorsitzende der Waldeckischen Jägerschaft unmissverständlich klar: „Wir dulden keine Schonzeitvergehen.“

Quelle: WLZ Elmar Schulten/ https://www.wlz-online.de/waldeck/twistetal/nach-fuchsabschuss-schonzeit-muss-beachtet-werden-12523546.html

Vorstandswahl wird vom Amtsgericht überprüft

Die Waldeckische Jägerschaft kommt nicht zur Ruhe. Die jüngste Vorstandswahl wurde vor dem Eintrag ins Vereinsregister angefochten.

Nach der von manchen als „Palastrevolution“ empfundenen Jahreshauptversammlung und dem kompletten Rückzug des bisherigen Vorstands ist beim Registergericht des Amtsgerichts Korbach die Gültigkeit der Vorstandswahl bezweifelt worden. Der Eintrag des neuen Vorstands ins Vereinsregister wurde verweigert.

Konkret heißt es in dem Schreiben der für das Vereinsregister zuständigen Rechtspflegerin: „Es bestehen erhebliche Zweifel an der Ordnungsmäßigkeit der Wahl.“

Zwei Mitglieder hätten dem Gericht Mängel angezeigt. Außerdem lägen dem Gericht zwei unterschiedliche Protokolle vor. Die Rechtspflegerin schreibt: „Es ist aufgrund der Eingaben der Vereinsmitglieder zu vermuten, dass eine Blockwahl stattgefunden hat. Diese ist gemäß der Vereinssatzung nicht zulässig. Eine der Satzung entsprechende Neuwahl des Vorstands wäre somit erforderlich.“

Wie ist die Wahl abgelaufen?

Das sehen die Vorsitzende der Waldeckischen Jägerschaft und der von ihr vertreten Vorstand ganz anders: „Wir werden gegen diese Feststellung Beschwerde einlegen. Es hat keine Blockwahl gegeben.“

Das könnten die 150 Mitglieder, die bei der Jahreshauptversammlung Mitte März anwesend waren bestimmt auch bezeugen. Zuerst sei über die Neubesetzung des Vorsitzendenpostens in geheimer Wahl abgestimmt worden. Bei dieser Abstimmung habe sich die Mehrheit der anwesenden Mitglieder für sie entscheiden, so Sandra Bergmann.

Danach seien alle bis dahin bekannten Kandidaten für die weiteren Ämter befragt worden, ob sie für eine Wahl zur Verfügung stünden. Dabei hätten einige, vor allem die Mitglieder des bisherigen Vorstands, auf ihre Kandidatur verzichtet.

Über die verbliebenen Kandidaten sei dann einzeln, von Vorstandsposition zu Vorstandsposition abgestimmt worden.

Am Ende sei ein komplett neuer Vorstand zustande gekommen. Das habe wohl dem bisherigen Vorstand nicht gepasst, so Bergmann. Nur so könne sie sich erklären, dass ihre Wahl nun angefochten wurde.

Was waren die Beweggründe für die Anfechtung?

Schlechter Stil sei es auch gewesen, dass der nicht wiedergewählte Vorstand grußlos den Versammlungsraum verlassen habe.

Bergmann: „Ist doch komisch: 20 Jahre lange wurden die Vorstände der Waldeckischen Jägerschaft in Blockwahl gewählt. Jetzt haben wir es einmal richtig nach Satzung gemacht und dann wir die Rechtmäßigkeit der Wahl angefochten.“

Das habe sie auch in einer Stellungnahme für das Amtsgericht so dargelegt, so die Vorsitzende, die im Hauptberuf als Volljuristin ihre Brötchen verdient. Sie kommentiert das Schreiben des Vereinsregisters so: „Das Organ der Rechtspflege, das diese Entscheidung getroffen hat, verfügt offenbar nicht über die an dieser Stelle erforderlichen Rechtskenntnisse.“ 

Der rechtmäßig gewählt Vorstand werde daher gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen und auf die Entscheidung des Gerichts hoffen.“ Im Übrigen habe der Eintrag ins Vereinsregister nur deklaratorischen Charakter, sodass der Vorstand handlungsfähig bleibe.

Unnötiger Nebenkriegsschauplatz

In den vergangenen Wochen habe man schon sehr erfolgreich zusammengearbeitet und einiges auf den Weg gebracht. Unter anderem habe es schon sechs Neuanmeldungen für die Jägerausbildung gegeben und man sei mit vielen Institutionen ins Gespräch gekommen, was über Jahre nicht gelungen sei.

Bergmann: „Wir sind auf einem guten Weg und wollen uns durch solche Kleinigkeiten nicht von unserer Arbeit abbringen lassen. Das sind nur Nebenkriegsschauplätze.“


Quelle: WLZ Elmar Schulten/ https://www.wlz-online.de/waldeck/twistetal/waldeckische-jaegerschaft-wirbel-um-vorstandswahl-12520012.html


Quelle: Waldeckische Landeszeitung/ Fotografin Ute Germann-Gysen


Die Waldeckische Jägerschaft hat einen komplett neuen Vorstand

An der Spitze des Verbands stehen nun Sandra Bergmann und Anna-Maria Hausmann.Als „einmalig in der Waldeckischen Jägerschaft“ wurde die Jahreshauptversammlung der Organisation am Freitagabend von vielen Teilnehmern bezeichnet. Tatsächlich geriet der normale Ablauf mit den vorgesehenen Tagesordnungspunkten fast in den Hintergrund.

Zunächst hatte noch alles wie gewohnt mit der Begrüßung und dem Jahresbericht des Vorsitzenden Heinz Langerzik begonnen. Er bezeichnete den Verein mit einer stabilen Mitgliederzahl als gesund, wies auf Schießtermine und Maßnahmen bezüglich der Afrikanischen Schweinepest hin und verabschiedete seinen Stellvertreter und Lehrgangsleiter Tobias Brun, der nach 16 Jahren seine Vorstandsarbeit beenden wollte. „Ich habe fertig“, sagte der und bekam großen Applaus.

Berichte von Schießobmann Dr. Thomas Schierenberg, Michael Osberger als Obmann für das Hundewesen und Michael Schulenberg von der Nachsuchengruppe zeugten von reger Tätigkeit. Der Bericht seitens der Unteren Jagdbehörde entfiel. Zu den anstehenden Vorstandswahlen hatte der bisherige Vorstand sich bereits Gedanken gemacht und Vorschläge erarbeitet. Doch dann wurde mit Wilhelm Bangert zunächst ein anderer Wahlleiter als vorgesehen gewählt.

Sandra Bergmann meldete sich und betonte: „Viele Mitglieder haben uns aufgefordert zu handeln! Vorstandswahlen sind dafür der richtige Zeitpunkt. Wir haben Mut zur Veränderung. Bewährtes bleibt, Ideen und Vorschläge werden auf den Weg gebracht.“ Man wolle als Team den Vorstand bilden und wieder für die Mitglieder da sein. In geheimer Wahl ging es dann um den Vorstandsposten. Dabei stimmten 72 Mitglieder für Langerzik und 76 für Bergmann. Daraufhin traten die von Langerzik vorgeschlagenen Kandidaten alle nicht mehr zur Wahl an. Offen gewählt wurden die weiteren neuen Vorstandsmitglieder: 2. Vorsitzende Anna-Maria Hausmann, Schriftführer Dieter Drebes, Kassierer Frederik Kuhaupt, Obmann für das Schießwesen Alfons Schlüter, Obmann für das Hundewesen Andre Zulauf, Beisitzer Thomas Böhle, Sönke Jäger, Bernd Wilhelmi und Helmuth Heine.

Aus der Versammlung war zu hören, dass es schon länger „ein bisschen gebrodelt“ hatte, nun sei es zu einem „Riss durch die Jägerschaft“ gekommen, das alles sei schade. Die neue Vorsitzende Sandra Bergmann (Volljuristin, Hundeführerin, Sportschützin und Vorsitzende der Hegegemeinschaft Bad Arolsen) dankte dem alten Vorstand für seine Arbeit, war sich der „schweren Bürde“ ihres Amtes bewusst und betonte, man wolle künftig ein bisschen etwas ändern im Interesse der Jägerschaft. Die Lehrgänge und Projekte würden aber weitergeführt. ut


Quelle: Waldeckische Landeszeitung

Fragen und Antworten zur ASP 18.01.2018

Aufgrund  des  medialen  Interesses  hat  der  Deutsche  Jagdverband  die häufigsten Fragen zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Faktenpapier beantwortet.

Pressemitteilung Fragen udn Antworten zur ASP
Pressemeldung_Fragen und Antworten zur ASP_18.01.2018_DJV.pdf (145.61KB)
Pressemitteilung Fragen udn Antworten zur ASP
Pressemeldung_Fragen und Antworten zur ASP_18.01.2018_DJV.pdf (145.61KB)


Neue Monitoring-Regelung für Schweinepest 01.11.2016

Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Polen westwärts. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fordert Jäger zur Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern auf.

Pressemitteilung DJV 11_2016
Pressemitteilung_Schweinepest-Monitoring_11_2016_DJV.pdf (89.28KB)
Pressemitteilung DJV 11_2016
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